Kurios

Prince Charles und Camilla

Charles und Camilla sagten endlich "Ja"

Nach ihrer Hochzeit wollen Prinz Charles und Camilla Parker Bowles nun im In- und Ausland Sympathiepunkte sammeln.

Prince Charles und seine Camilla Parker BowlesAm 14.4.2005 beginnen die Frischvermählten eine Tour durch Grossbritannien, und im Herbst planen sie nach Informationen der "Times" ihre erste Auslandsreise in die USA. Wie der "Evening Standard" am Montag berichtete, will Königin Elizabeth II. anstrengende Besuche im Ausland zunehmend an Charles und Camilla abtreten. Die Queen wolle keineswegs abdanken, sei sich aber bewusst, dass sie kürzer treten müsse, berichtete der "Evening Standard".

Faule Camilla?

Charles' ehemaliger Privatsekretär Mark Bolland, der in den ersten Jahren nach Dianas Unfalltod die PR-Kampagne für Camilla geleitet hat, sieht jedoch einige Hindernisse: "Camilla ist nervös und hat keine Ausdauer. Sie findet es furchtbar, im Rampenlicht zu stehen. Ich bezweifle, dass sie viel Arbeit in der Öffentlichkeit verrichten wird. Ich mag Camilla wirklich sehr, aber sie ist schrecklich faul." Auch Freundinnen von Camilla haben darauf hingewiesen, dass sie ihr ganzes Leben nie gearbeitet habe.

Flitterwochen in Schottland

Zurzeit verleben Charles und Camilla im Norden Schottlands ihre Flitterwochen. Camilla soll dort der Zeitung "Daily Mirror" über den langen Weg zur Hochzeit gesagt haben: "An einem Punkt dachte ich wirklich nicht, dass wir es noch schaffen würden." Doch jetzt sei die Hochzeit ein "wunderbarer Tag" gewesen. Am Ende durfte sie sich sogar mit Küsschen von der Queen verabschieden!

Küsschen auch von William und Harry

Nach dem einhelligen Urteil der Presse hat die Hochzeit gezeigt, dass Dianas Söhne William und Harry inzwischen ein gutes Verhältnis zu Camilla haben. Beide gaben Camilla einen Kuss und wirkten durchweg fröhlich. Harry warf sogar Konfetti, als sein Vater das Standesamt verliess. Camillas Ex-Mann Andrew Parker Bowles hob nach Presseberichten während der Feier sein Glas und rief: "Sie ist eine tolle Frau!". Insgesamt bewertete die Presse die Hochzeit am Montag wohlwollend. Vor allem Camillas Brautkleider bekamen gute Noten. Das Interesse der britischen Öffentlichkeit war vergleichsweise gering: Nur 7,3 Millionen verfolgten die Fernsehübertragung, so wenige wie nie zuvor bei einer königlichen Hochzeit. 1981 bei Charles und Diana waren es zum Beispiel mehr als 28 Millionen gewesen. Selbst zur Hochzeit von Prinz Edward und Sophie Rhys-Jones schalteten vor sechs Jahren noch 14 Millionen ein. Dennoch teilte der Fernsehsender ITV am Montag mit, dass er die frühen Jahre der Beziehung nach dem ersten Treffen 1970 verfilmen wolle. Der linksliberale und monarchiekritische "Guardian" urteilte, die Hochzeit habe der Welt wenigstens gezeigt, dass Grobritannien heute "nicht mehr so steif und formell" sei. Dass der Thronfolger und seine Frau in zweiter Ehe verheiratet seien, spiegele nur die Realität der heutigen Gesellschaft wider.

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