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Albino, schläfst du?Der "Camerlengo", der Kardinal-Kämmerer, stellt den Tod eines Papstes fest. Der päpstliche Zeremonienmeister, die Prälate, der Sekretär und der Kanzler der Apostolischen Kammer bezeugen durch ihre Anwesenheit den Tod, wobei der Kanzler die amtliche Todesurkunde ausstellt. Während seines Pontifikats schaffte Johannes Paul II. ein traditionelles Zeremoniell ab, bei dem der verstorbene Papst mit seinem Taufnamen angesprochen wurde. "Albine, dormesne?" ("Albino, schläfst du?") wurde beispielsweise noch Johannes Paul I. gefragt. Dabei pochte ihm der Kämmerer mit einem Elfenbein-Hämmerchen auf die Stirn, um den Tod festzustellen. Der Fischerring (anulus piscatoris)Der Fischerring ist seit dem 14. Jahrhundert offizieller Amtsring des Papstes. Erstmals erwähnen die Quellen den Ring eines Pontifex unter Clemens IV. im Jahr 1265/66. Seit Nikolaus V. (1447-1455) wird der Ring regelmässig verwendet. Seinen Namen hat der Ring von der Abbildung auf ihm: Sein Stein trägt neben dem Namen des jeweiligen Papstes das Bild des heiligen Petrus, des Urvaters der katholischen Kirche. Petrus zieht darauf ein Fischernetz in sein Boot. Ab dem Jahr 1843 wurde der Ring mit Stein durch einen Stempel mit gleichem Bild ersetzt. Der Fischerring ist Teil der päpstlichen Insignien. Zu diesen zählen neben dem anulus piscatoris die päpstlichen Gewänder, der päpstliche Hirtenstab, der Thron sowie die Tiara, also die "Papstkrone". Alles bleibt ProvisoriumUm den provisorischen Charakter jeglichen Handelns zu unterstreichen, bestand lange Zeit der Brauch, während der Sedisvakanz zwei Medaillen zu prägen. Sie zeigen einen grossen Schirm unter gekreuzten Schlüsseln. Da unter dem Schirm niemand stand, wussten auch die Ungebildeten, dass alles Provisorium ist. Eine Medaille war für den Kämmerer, die zweite für den Konklavemarschall, der die Kardinäle zur Neuwahl des Papstes versammeln und in das Konklave einschliessen musste, bis der neue Heilige Vater bestimmt war.
Die aus aller Welt anreisenden Kardinäle werden schließlich in zwei Gruppen von Kongregationen eingeteilt: eine Generalkongregation und eine Sonderkongregation. Die Kardinäle legen Eid abBei den ersten Generalkongregationen müssen alle Kardinle den Eid ablegen, die Vorschriften zu beachten und das Amtsgeheimnis zu wahren: "Wir Kardinalbischöfe, Kardinalpriester und Kardinaldiakone der heiligen Römischen Kirche versprechen, verpflichten und schwören, dass wir alle zusammen und jeder einzelne von uns genau und gewissenhaft alle Normen beachten werden, die in der Apostolischen Konstitution 'Universi Dominici Gregis' Papst Johannes Pauls II. enthalten sind, und alles streng geheim halten werden, was sich in irgendeiner Weise auf die Wahl des Papstes bezieht oder was von Natur aus während der Vakanz des Apostolischen Stuhls Geheimhaltung erfordert." Jeder einzelne Kardinal antwortet darauf: "Und ich, Kardinal, verspreche es, verpflichte mich darauf und schwöre es." Dann legt er die Hand auf das Evangelium und ergänzt: "So wahr Gott helfe und die heiligen Evangelien, die ich mit meiner Hand berühre."
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